Hilfe bei Fersenschmerzen. Behandlung eines Fersensporns

Stechende Fersenschmerzen beim Auftreten, besonders morgens. Oft steckt ein Fersensporn bzw. eine Plantarfasziitis dahinter.
Auf dieser Seite gibt es eine verständliche Übersicht zu Ursachen, Symptomen und den gängigen Behandlungen. Plus konkrete Übungen und Hilfsmittel, die häufig zur Entlastung eingesetzt werden.

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Hilfe bei Fersenschmerzen durch Fersensporn Behandlung
Ein Fersensporn kann starke Schmerzen verursachen – Foto: © Vonschonertagen – photodune.net

Was ist ein Fersensporn und wie entsteht er?

Stechende Schmerzen beim Auftreten oder Schmerzen im Bereich der Ferse können auf einen Fersensporn hinweisen. In diesem Abschnitt wird erklärt, was ein Fersensporn ist, wie er entsteht und welche Ursachen dabei eine Rolle spielen. Zudem wird kurz darauf eingegangen, wie die Diagnose gestellt wird.

Ein Fersensporn ist ein spitzer knöcherner Auswuchs des Fersenbeins (Calcaneus). Er entsteht in der Regel, wenn die Plantarfaszie, ein Band, das das Fußgewölbe stützt, übermäßig gespannt oder gedehnt wird, sodass sie sich von der Ferse wegzieht. Dabei bilden sich Kalkablagerungen (Kalkeinlagerungen) an der Unterseite des Fersenbeins, die zu einer Ausstülpung führen.

Die Folge sind Fersenschmerzen. Denn beim Auftreten lastet mit jedem Schritt das gesamte Körpergewicht des Menschen für einen Moment auf den Fersen. Wer Lasten trägt oder läuft, bürdet seinen Fersen sogar noch mehr als das eigene Körpergewicht auf.

Auf Dauer kann es vor allem bei Fehlhaltungen zu Rissen in der sogenannten Plantarfaszie kommen. Der Körper entwickelt weitere knöcherne Strukturen (Knochenauswuchs), um die Knochenoberfläche zu vergrößern. Dies ist der eigentliche Sporn. Er wird Fersensporn (Fersenspor, Versensporn), Kalkaneus Sporn (Calcaneus = Fersenbein) oder auch Hackensporn genannt. Entzündungen im Fußbereich (im Gewebe um den Fersensporn) sorgen dann für die unangenehmen Fersenschmerzen.

Bei einem Fersensporn ist dem Fuß äußerlich nichts anzusehen. Doch auf dem Röntgenbild offenbart sich bei diesem Krankheitsbild oft ein dornähnlicher Fortsatz am Fersenbein. Mediziner weisen darauf hin, dass bei einem Hackensporn in der Regel nicht die knöcherne Ausziehung ursächlich für die Schmerzen in der Ferse verantwortlich ist.

Röntgenaufnahme eines Fersensporns
Röntgenaufnahme eines Fersensporns – Foto: © Mobilinchen – depositphotos.com

Vielmehr sorgt eine Entzündung der Faszie an der Ferse (Plantarfasziitis) für die Probleme beim Belasten des Fußes und die damit verbundenen, sehr unangenehmen Schmerzen beim Fersensporn. Der auf dem Röntgenbild erkennbare Sporn ist also nicht Ursache des Problems, sondern eine der Folgen.

Die Schmerzen in der Ferse entstehen meist durch die entzündeten Sehnen an der Fußsohle (Sehnenplatte der Fußsohle). Demzufolge ist die korrekte Bezeichnung für das mit dem Fersensporn in Zusammenhang gebrachte Krankheitsbild Fasciitis plantaris (Plantarfasziitis oder Plantarsehnenentzündung). Das bedeutet „Entzündung der Sehnenplatte“. Faszien sind Gewebestränge. Die Plantarfaszie erstreckt sich von den Zehengrundgelenken bis zur Ferse. Faszien können sich aufgrund von Überbelastungen und Fehlhaltungen entzünden.

Der Fersensporn ist zwar nicht so gefährlich, dass er schwere Komplikationen hervorruft, aber mögliche Verformungen des Körpers aufgrund von Schmerzvermeidungsstrategien können ebenfalls auftreten. Aufgrund der Intensität der Fersenschmerzen und den eingeschränkten Beweglichkeiten sollte man ihn jedoch ernst nehmen und behandeln.

Wie äußert sich ein Fersensporn? Typische Symptome

Plantar Fasciitis - Fersensporn
Plantar Fasciitis – Grafik: © bilderzwerg – Fotolia.com

Ein Fersensporn äußert sich häufig durch Schmerzen im Bereich der Ferse. Er wird in vielen Fällen zunächst nicht bemerkt. Die knöcherne Ausziehung kann sich bereits gebildet haben, ohne dass Beschwerden auftreten. Entscheidend für die Stärke der Schmerzen ist meist nicht der Fersensporn selbst, sondern eine Entzündung der Plantarfaszie, auch als Plantarfasziitis bezeichnet. Ist diese akut entzündet, treten beim Aufsetzen des Fußes stechende Schmerzen im Fersenbereich auf.

Am schmerzhaftesten ist der erste Schritt am Morgen. Auch das Gehen auf hartem Untergrund und das Stehen sind bei Patienten mit Kalkaneussporn quälend. Ist der Fersensporn noch nicht stark ausgeprägt, berichten manche Betroffenen von einem Gefühl, als hätte man ein Steinchen im Schuh. Dieses Empfinden kann sich steigern bis zu dem Eindruck, man hätte einen Nagel in der Ferse. Ein plantarer Fersensporn entwickelt sich meist allmählich und kann zu sehr starken Schmerzen in der Ferse führen.

Wenn der Arzt beim Verdacht auf Fersensporn die Fußsohle abtastet, reagiert der Patient auf den ausgeübten Druck bei der Untersuchung ebenfalls mit Schmerzen. Letzte Sicherheit bei der Diagnose eines Kalkaneu Sporn geben ein Röntgenbild und – um den Hackensporn diagnostisch gegen entzündliche Erkrankungen wie Rheuma oder Gicht abzugrenzen – ein Blutbild.

Wer ist besonders von Fersensporn betroffen?

 Ein Fersensporn betrifft vor allem Menschen über 40 Jahren
Besonders betroffen von einem Fersensporn sind Menschen über 40 Jahre – Foto: © PictureArt – Fotolia.com

Ein Fersensporn ist kein seltenes Phänomen. Etwa 10 Prozent der Erwachsenen sind im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Besonders häufig tritt ein Fersensporn bei Menschen ab etwa 40 Jahren auf, wobei Frauen etwas häufiger betroffen sind als Männer. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt zwischen 50 und 60 Jahren. Begünstigend wirken unter anderem Fußfehlstellungen, die zu einer dauerhaften Fehlbelastung der Plantarfaszie führen können.

Alle weitverbreiteten Formen wie Knick-, Senk-, Platt-, Spreiz- und Ballenhohlfuß gelten als Risikofaktoren für einen Fersensporn. Auch Fehlhaltungen beispielsweise nach Operationen oder Verletzungen oder aufgrund von unterschiedlich langen Beinen können in einen Hackensporn münden.

Ein weiterer möglicher Faktor für die Herausbildung eines Fersensporns ist eine verkürzte Wadenmuskulatur. Die Muskeln üben dann eine zu große Spannung auf die Fußsohle aus. Durch die ständige Reizung entzündet sie sich.

Besonders gefährdet für die Ausbildung eines Fersensporns sind außerdem übergewichtige Frauen und Männer. Der Zusammenhang liegt nahe: Je mehr Gewicht die Fersen tragen müssen, umso eher reagieren sie mit Überlastungssymptomen.

Weitere Risikofaktoren für die Entwicklung eines Sporns in der Ferse sind das Tragen ungeeigneten Schuhwerks und vorwiegend stehende Tätigkeiten. Auch die Veranlagung scheint eine Rolle zu spielen. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe seines Lebens einen Fersensporn zu entwickeln, ist also zu einem gewissen Anteil ererbt.

Der Fersensporn betrifft überdies eine spezielle Gruppe von Sportlern: die der Läufer. Betroffen sind zum einen vor allem Langstreckenläufer aufgrund der hohen Belastungen der Fersen. Außerdem tritt der Kalkaneussporn auch häufig bei Hobbyläufern im mittleren oder höheren Alter auf, weil das stoßdämpfende Fettpolster, das sich bei jüngeren Leuten an der Ferse befindet, im Laufe der Jahre schwindet.

Wie kann ein Fersensporn behandelt werden?

Welche Fersensporn-Therapie macht Sinn?

Ein Fersensporn wird nicht immer gezielt behandelt. Wird er zufällig entdeckt und verursacht keine Beschwerden, ist in der Regel keine Therapie notwendig, da der Fersensporn selbst nicht gefährlich ist.

Treten jedoch Schmerzen auf, sollte die Behandlung nicht unnötig hinausgezögert werden. Zwar können sich die Beschwerden in manchen Fällen auch von selbst zurückbilden, dieser Prozess kann jedoch mehrere Monate dauern. In dieser Zeit sind viele Betroffene im Alltag deutlich eingeschränkt. Zudem lassen sich anhaltende oder chronische Schmerzen oft schwieriger behandeln als frühzeitig angegangene Beschwerden.

Bei schmerzhaftem Fersensporn stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Häufig werden mehrere Maßnahmen miteinander kombiniert, um die Entzündung zu lindern, die Belastung der Plantarfaszie zu reduzieren und die Heilung zu unterstützen. In vielen Fällen lässt sich auf diese Weise bereits innerhalb weniger Wochen eine deutliche Besserung erreichen.

Operative Eingriffe spielen nur eine untergeordnete Rolle und kommen in der Regel erst dann infrage, wenn konservative Maßnahmen über einen längeren Zeitraum keine ausreichende Wirkung zeigen.

Folgende Verfahren zur Fersensporn Behandlung bringen oft gute Ergebnisse:

Schuheinlagen helfen in vielen Fällen bei einem Fersensporn
In vielen Fällen helfen Schuheinlagen bei der Behandlung eines Fersensporns – Foto: © Volker Abels

 

 

Einlegesohlen bzw. Einlagen

Für die Erste Hilfe gegen Fersensporn helfen oft Silikonkissen* oder Schuheinlagen (gepolsterte Fersenkissen verringern den Druck auf die Ferse).

Eine gezielte Behandlung gegen die Schmerzen in der Ferse erhält ein Patient allerdings mit Einlagen, die vom Orthopädietechniker speziell an die Füße angepasst werden. Die Kosten werden normalerweise von den Krankenkassen übernommen. Allerdings ist dabei ein Eigenanteil zu übernehmen.

Einlegesohlen bzw. Einlagen haben gegenüber Gesundheitsschuhen den Vorteil, dass sie in unterschiedlichen Schuhen getragen werden können. Einlegesohlen* und Silikon-Kissen können auch recht preiswert, ohne Arztbesuch bei Amazon* erworben werden.

Eine Alternative zu fertigen Einlegesohlen sind individuell angepasste Einlagen. Diese werden in der Regel von Orthopädietechnikern oder Sanitätshäusern angefertigt und berücksichtigen die persönliche Fußform sowie mögliche Fehlstellungen. Je nach Situation können solche Einlagen mit oder ohne ärztliches Rezept erworben werden.

Für einen ersten Überblick stehen auch vorgefertigte Einlegesohlen zur Verfügung, die ohne individuelle Anpassung erhältlich sind, beispielsweise über bekannte Online-Händler.

Besonders verbreitet sind vorgefertigte Einlegesohlen, die ohne individuelle Anpassung genutzt werden können. Dazu zählen unter anderem verschiedene Modelle von FootActive, die sich in Material, Dämpfung und Einsatzbereich unterscheiden.

Gesundheitsschuhe und MBT Schuhe

Bei hartnäckigen Fällen von Fersenspornen stehen den Patienten auch orthopädische Gesundheitsschuhe zur Verfügung. Die Kosten werden normalerweise ähnlich wie es bei den Einlegesohlen der Fall ist, von den Krankenkassen übernommen. Auch hier ist dabei ein Eigenanteil zu übernehmen. Maßgefertigte Einlagen für die Schuhe oder extra gefertigte Gesundheitsschuhe helfen dabei, Fehlhaltungen auszugleichen, die schmerzenden und entzündeten Stellen zu entlasten und den Fuß in der richtigen Position abzustützen.

Oft kann die Verwendung von Einlagen oder Schuhen mit orthopädischer Unterstützung dazu führen, dass die Beschwerden, die durch einen Hackensporn verursacht werden, schon nach ein bis zwei Wochen deutlich gelindert werden.

Viele vom Fersensporn geplagte Patienten berichten von positiven Erfahrungen mit MBT Schuhen*. Diese Schuhe weisen eine besondere Sohlenform auf. Der Fersenbereich ist bei diesen Schuhen besonders weich gestaltet. Durch die besondere Konstruktion der MBT Schuhe, ist das Gehen damit zunächst etwas ungewohnt und erfordert etwas Übung (nach Anleitung).

Laut Hersteller liegt der Vorteil der Schuhe darin, dass durch die ungewohnte, leicht instabile Sohlenkonstruktion der Körper stärker gefordert wird, das Gleichgewicht zu halten. Dadurch kann die stützende Muskulatur aktiviert werden. In Verbindung mit der weichen Fersensohle kann dies zu einer Entlastung der Ferse führen. Der Druck auf schmerzhafte Bereiche im Fersenbereich und am Sehnenansatz kann sich dadurch mit der Zeit verringern, was sich bei manchen Betroffenen positiv auf die Beschwerden auswirkt.
MBT-Schuhe sind unter anderem bei Otto* erhältlich.

Krankengymnastik und Dehnübungen sind eine Möglichkeit der Fersensporn Behandlung
Krankengymnastik und Dehnübungen werden auch bei der Fersensporn Behandlung eingesetzt – Foto: © SimpleFoto – photodune.net

 

Krankengymnastik und Dehnübungen

Ursache für einen Fersensporn können dauerhafte Fehlhaltungen und Überbelastungen durch Hohl- oder Knickfuß sein. Auch nach Operationen oder Verletzungen entstehen manchmal ausgeprägte Fehlhaltungen. Bis sich dies in einem Fersensporn bzw. Plantarfasziitis äußert, kann einige Zeit vergehen. Der Körper versucht, Fehlbelastungen möglichst lange auszugleichen. Dies gelingt ihm oft für einige Zeit – bis sich die Überbelastung in einer Entzündung zeigt.

Um die Fersenschmerzen zu lindern und die Problematik an der Wurzel anzugehen, üben Patienten mit Hackensporn gemeinsam mit ihrem behandelnden Physiotherapeuten zunächst Übungen zur Kräftigung und Dehnung des Fußgewölbes ein.

Eine typische Bewegungstherapie bei Fersensporn besteht darin, mit der Fußsohle langsam über einen Tennis- oder Gymnastikball zu rollen. Physiotherapeuten können die Muskelstrukturen wirksam behandeln, indem sie sie mit Massagen lockern und mit speziellen Dehnübungen die betroffene Stelle dehnen.

4 Dehnübungen zur Behandlung eines Fersensporns

Übung für das Zehen-Fersen-Gewölbe

Übung für das Zehen-Fersen-GewölbeDiese Übung erfolgt im Sitzen. Die Fußsohle wird dabei ganz aufgesetzt und die Zehen und die Ferse bleiben fest am Boden.
Übung für das Zehen-Fersen-Gewölbe

Ist die Ausgangsposition erreicht, wird der Fußaußenrand mehr belastet und das Fußlängsgewölbe dabei langsam nach oben gezogen.

 

Die Übung sollte mehrfach wiederholt werde. Zehn Wiederholungen sind ein guter Wert.

 

Igelball-Reiz

Igelball ReizUm die Bänder zu entlasten und dem Fuß seine muskuläre Stabilität zurück zugeben gibt es die Übung mit dem Igelball.

Bei dieser Übung werden die Fußsohlen, zur Kräftigung der kleinen Fußmuskeln, über einen Igelball gerollt. Auch diese Übung sollte mehrfach wiederholt werden.

Ein Igelball kann hier* erworben werden. Falls kein Igelball zur Hand sein sollte, kann man alternativ mit einer Flasche (gefüllt mit warmem oder kaltem Wasser) rollen.

 

Fuß oder Zeh-Zange

Fuß- oder Zehzange

Die Grundstellung ist eine Sitzposition. Dabei ist es nicht so wichtig, ob auf einem Stuhl oder auf dem Boden gesessen wird.

Vor den Fuß bzw. die Füße wird nun ein Handtuch gelegt. Die Übung besteht darin, das auf dem Boden liegende Handtuch mit den Zehen zu greifen und hochzuheben. Anschließend wird das Handtuch fallen gelassen und der Vorgang wiederholt.

Auch diese Übung sollte mehrfach wiederholt werden.

 

Tuch-Ziehen

Tuch ziehen

Für diese Übung muss gesessen werden.

Dabei wird ein Handtuch oder ein ähnliches Tuch um den Fuß gewickelt. Die Enden des Tuches werden mit beiden Händen gehalten und das Tuch vorsichtig Richtung Körper gezogen.

Diese Stellung sollte dann ca. eine halbe Minute gehalten werden, bis die Dehnung in der Wade zu spüren ist. Nach einer kurzen Pause sollte die Übung wiederholt werden.

Eine Variante ist, diese Übung mit gebeugtem Knie durchzuführen, dabei wird auch die Achillessehne gedehnt. 10 Durchgänge sind ein guter Richtwert für diese Übung.
Die Anleitung für die Übungen hier kostenlos als PDF-Datei.

Medikamente zur Fersensporn Behandlung

Zur Behandlung eines Versensporns werden auch Medikamente eingesetzt
Zur Behandlung werden auch Medikamente eingesetzt – Foto: © Volker Abels

Um die Schmerzen zu lindern, kommen in bestimmten Fällen entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente bei einer Fersensporn-Behandlung infrage, z. B. Diclofenac, Ibuprofen oder ASS (Acetylsalicylsäure).
Eine Fersensporn-Behandlung mit Medikamenten sollte nicht über einen längeren Zeitraum erfolgen, zumindest nicht ohne ärztliche Begleitung, da insbesondere Diclofenac relativ häufig zu Nebenwirkungen führen kann.

Auch ASS darf nicht von allen Patienten eingenommen werden, da es die Blutgerinnung verändert. Grundsätzlich ist die dauerhafte Einnahme von Schmerzmitteln ohne Begleitung durch andere Therapien keine günstige Behandlungsmethode gegen einen Sporn in der Ferse.

Wenn die Schmerzen so stark sind, dass ein normales Gehen kaum noch möglich ist, kann bei einem Fersensporn auch der Einsatz einer Injektion in Betracht gezogen werden. Häufig wird dabei ein entzündungshemmendes Mittel wie beispielsweise Kortison eingesetzt, kombiniert mit einem Lokalanästhetikum zur kurzfristigen Schmerzlinderung.

Da diese Maßnahmen nicht die eigentliche Ursache des Fersensporns beseitigen, besteht die Gefahr, dass die Beschwerden nach einiger Zeit erneut auftreten. Zudem sollte berücksichtigt werden, dass eine Injektion in die Fußsohle als unangenehm empfunden werden kann.

Entsprechende Medikamente sind unter anderem über Versandapotheken wie DocMorris* erhältlich.

Stoßwellentherapie zur Fersenspornbehandlung

Die Stoßwellentherapie ist eine weitere Methode zur Behandlung eines Fersensporns
Die Stoßwellentherapie ist eine weite[su_label]Werbung:[/su_label]re Methode zur Behandlung eines Fersensporns – Foto: © Dan Race – Fotolia.com
Die extrakorporale Stoßwellentherapie zählt zu den alternativen Behandlungsmethoden gegen den Fersensporn. Die Idee dahinter ist, dass gebündelte Schallwellen auf das entzündete Gewebe gerichtet werden. Die Stoßwellen zertrümmern allerdings nicht den Fersensporn.

Da der Fersensporn nur Ausdruck, nicht aber Grund des Leidens ist, würde dieses Vorgehen auch nicht die Schmerzen beseitigen. Anhänger der Methode berichten, dass damit Schmerzentstehung und -ausbreitung gehemmt werden. Die Stoßwellen sollen die Stoffwechselvorgänge anregen und so die Heilung in Gang bringen. Es gibt auch Patienten, nach deren Aussagen die Stoßwellentherapie erfolgreich die Fersenspornschmerzen beseitigt haben. Allerdings ist die Behandlung recht schmerzhaft und geht über mehrere Sitzungen.

Ob und wie genau die Stoßwellen-Therapie wirkt, ist zwar wissenschaftlich umstritten, was dazu führte, dass die Kosten lange nicht von den Krankenkassen übernommen wurden. Aufgrund einer veränderten Studienlage wurde eine Neubewertung vorgenommen. In der Folge ist seit Juli 2018 eine Kostenübernahme der Behandlung unter bestimmten Voraussetzungen möglich (siehe Informationen der Ärztezeitung).

Hausmittel und alternative Behandlungsmethoden

Kühlung

Wie bei allen Entzündungen kann auch beim Fersensporn eine Kühlung der Entzündung im Bereich des Fersensporns für eine Linderung der Beschwerden sorgen. Besonders akute Schmerzen können so gelindert werden. Deshalb werden Eis- oder Coolpacks* an der schmerzenden Stelle auf die Haut gelegt. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Haut nicht direkt mit sehr kalten Materialien in Kontakt gebracht wird. Die Haut kann sonst beschädigt werden. Es ist sicherer, das Kühlmaterial mit einem Stoffstück zu umhüllen.

Homöopathische Mittel

Auch Homöopathische Arzneimittel werden zur Behandlung eines Fersensporn eingesetzt.
Auch Homöopathische Arzneimittel werden zur Behandlung eines Fersensporn eingesetzt – Foto: © flashpics – Fotolia.com

Homöopathische Arzneimittel werden auch zur Fersenspornbehandlung eingesetzt. Dabei üben die Mittel eine unterstützende Wirkung aus und können die akuten Fersenschmerzen reduzieren.

Nach Aussagen der Deutschen Homöopathie-Union (DHU) können bei einer länger währenden Einnahme homöopathischer Arzneimittel die Schmerzen sogar dauerhaft gelindert werden.

Deshalb wird oft unterstützend oder als alleinige Therapie gegen Fersensporn das homöopathische Mittel Hekla Lava eingesetzt. Die Globuli in der Potenz D 3 sorgen bei vielen Patienten innerhalb weniger Tage für eine Linderung der Beschwerden (Globuli ist eine Bezeichnung der Darreichungsform in der Alternativmedizin, beispielsweise bei homöopathischen Arzneimitteln. Globuli bezeichnet hierbei ausschließlich die Form, in diesem Fall kleine Kügelchen).

Dieses alternative Mittel zur Schmerzlinderung, das ohne Nebenwirkungen helfen soll, wird von Betroffenen sehr empfohlen. Hekla Lava* wird aus der Asche des isländischen Vulkans Hekla gewonnen. Es soll sanft wirksam sein. Hekla Lava soll den Körper dabei unterstützen, aus eigener Kraft Entzündungen, Abbauprozessen und Schmerzen zu begegnen.

Murmeltierfett

Einige Patienten mit Fersensporn berichten von der Besserung der Entzündungsbeschwerden, nachdem sie Murmeltierfett als natürlichen Cortisonersatz verwendet haben.

Das Fett der Murmeltiere spielt seit Jahrhunderten im Alpenraum eine bedeutende Rolle. Es hat demnach eine Reihe gute Eigenschaften, die sich positiv auf die Gelenke und Muskeln auswirken sollen. Im alpenländischen Bereich wird Murmeltierfett seit vielen Generationen erfolgreich als ein altes Hausmittel eingesetzt.

Die Salbe wird auf der Basis des Murmeltieröles hergestellt. Es handelt sich dabei um das Murmeltierfett*, das sich die Murmeltiere vor dem Winterschlaf angefressen haben. Dieses Fett enthält nur ca. 10 % Wasser und ist durch die vielen pflanzlichen Stoffe, die die Murmeltiere zu sich nehmen, reich an Vitaminen.[atkp_list id=’246′ template=’grid_3_columns‘][/atkp_list]

Akupunktur

Auch die Akupunktur wird zur Behandlung eingesetzt
Akupunktur, eine weitere Behandlungsmethode – Foto: © Yulan – depositphotos.com

Die Akupunktur ist eine immer beliebtere Form der Behandlung eines Fersensporns. Bei der Akupunktur werden dünne Nadeln in bestimmte Punkte des Körpers eingeführt, um die Heilung anzuregen und die Entzündung zu verringern.

Man geht davon aus, dass sie die Durchblutung fördert und die Spannung in den Muskeln rund um den betroffenen Bereich verringert. Außerdem kann sie zur Schmerzlinderung und Entspannung beitragen. Studien haben gezeigt, dass Akupunktur für Menschen mit Fersensporn von Vorteil sein kann, obwohl die Ergebnisse von Person zu Person variieren können. Es gibt zwar keine Erfolgsgarantie, aber viele Menschen berichten, dass sie nach einer Akupunkturbehandlung eine Linderung ihrer Beschwerden verspüren.

Magnetfeldtherapie

Auch die Magnetfeldtherapie wird bei der Behandlung eines Fersenspons eingesetzt
Auch die Magnetfeldtherapie wird bei der Behandlung eines Fersenspons eingesetzt – Foto: © Genrix20061.mail.ru  – depositphotos.com

Die Magnetfeldtherapie ist eine Form der physikalischen Therapie, bei der Magnete zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen des Fersensporns eingesetzt werden.  Die von den Magneten erzeugten Magnetfelder wirken entzündungshemmend, regen die Blutzirkulation an und fördern die Heilung in dem betroffenen Bereich.

Während der Behandlung wird ein spezielles Gerät mit mehreren Magneten für etwa 20 Minuten auf die betroffene Stelle der Ferse gelegt. Während dieser Zeit kann der Patient ein leichtes Kribbeln spüren, da die Magnetfelder mit den Gewebezellen interagieren. Mit der Zeit können diese Magnetfelder dazu beitragen, Narbengewebe abzubauen und die Entzündung im betroffenen Bereich zu verringern.

Die Forschung hat gezeigt, dass die Magnetfeldtherapie eine wirksame Behandlung des Fersensporns sein kann, wenn sie zusammen mit anderen Formen der physikalischen Therapie wie Ruhe und Eispackungen angewendet wird. Es ist jedoch zu beachten, dass die Wirksamkeit bei der Behandlung von Fersenspornen noch nicht ausreichend belegt ist. Daher ist es wichtig, alle möglichen Behandlungen mit einem Arzt zu besprechen, bevor man mit neuen Therapien beginnt.

Röntgenstrahlung

Auch Röntgenstrahlen werden zur Behandlung von Fersensporn eingesetzt, der durch Kalkablagerungen am Fersenbein verursacht wird. Bei dieser Behandlung werden hochenergetische Röntgenstrahlen auf den betroffenen Bereich des Fußes gerichtet, wodurch eine Reaktion ausgelöst wird, die die Kalkablagerungen abbaut. Die Strahlung regt die Zellen an, Stoffe zu produzieren, die die Entzündung verringern und die Heilung fördern.

Diese Behandlung kann eine rasche Linderung der mit dem Fersensporn verbundenen Schmerzen und Beschwerden bewirken. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Röntgenstrahlung bei Fersensporn nur in extremen Fällen eingesetzt werden kann, wenn andere Behandlungen wie Orthesen oder Physiotherapie versagt haben. Da die Röntgenbestrahlung zudem einige Risiken birgt, sollte sie nur unter Anleitung eines Arztes durchgeführt werden.

Infrarotlicht

Infrarotlichttherapie, eine neue Therapieform
Infrarotlichttherapie, eine neue Therapieform – Foto: © PantherMediaSeller – depositphotos.com

Die Infrarotlichttherapie wird seit kurzem als Behandlungsoption zur Fersensporbehandlung  eingesetzt. Das Infrarotlicht wird direkt auf den Fersensporn gerichtet und hilft, Entzündungen, Steifheit und Schmerzen zu verringern, indem es die Durchblutung fördert und die Heilung des Gewebes in diesem Bereich unterstützt. Es trägt auch dazu bei, die Größe des Sporns selbst zu verringern, was die Beweglichkeit erleichtert und die umliegenden Muskeln und Bänder weniger belastet.

Diese Art der Behandlung wird in der Regel in mehreren Sitzungen über mehrere Wochen oder Monate durchgeführt, je nach Schwere des Problems. Die Ergebnisse sind im Allgemeinen positiv, und viele Patienten erfahren bereits nach wenigen Behandlungen eine Verringerung ihrer Schmerzen und eine Verbesserung ihrer Lebensqualität.

Reizstrom-Therapie

Die Reizstromtherapie ist eine zunehmend beliebte Behandlungsmethode bei Fersensporn. Die Reizstromtherapie ist eine Form der physikalischen Therapie, die zur Linderung der mit dem Fersensporn verbundenen Symptome eingesetzt wird, indem die Muskeln in diesem Bereich durch elektrische Stimulation angeregt werden. Dies trägt dazu bei, die Durchblutung zu steigern und die Entzündung in dem betroffenen Bereich zu verringern, so dass die Bewegung angenehmer wird und die Schmerzen abnehmen.

Die Reizstromtherapie kann die kurzzeitige Anwendung eines Elektrostimulationsgeräts (TENS- und EMS-Geräte) beinhalten, das direkt auf der Haut in der Nähe der betroffenen Stelle platziert wird. Das Gerät sendet kleine Stromimpulse über Elektroden, die auf beiden Seiten des zu behandelnden Bereichs angebracht werden, und hilft so, verspannte Muskeln zu entspannen und die Durchblutung anzuregen, um Entzündungen zu verringern und Schmerzen zu lindern.

Diese Art der Behandlung hat sich als wirksam erwiesen, um die Schmerzen bei Patienten mit Fersensporn zu lindern, und kann dazu beitragen, die allgemeine Mobilität zu verbessern und die mit dieser Erkrankung verbundenen Beschwerden zu verringern.

Diese Geräte können vom Arzt verschrieben werden oder als preiswerte Variante auch selbst im Handel erworben werden.[atkp_list id=’251′ template=’grid_3_columns‘][/atkp_list]

Fersensporn-Operation

Eine Operation wegen eines Fersensporns ist sehr selten, da meist eine der oben genannten Therapien wirksam wird. Nur bei etwa zwei bis drei Prozent der Fersensporn-Patienten wird der Fuß operiert. Sollte ein chirurgischer Eingriff doch nötig werden, so zielt er nicht in erster Linie auf den Fersensporn ab.

Eine Operation sollte die letzte Option einer Fersensporn Behandlung sein
Eine Operation sollte die letzte Option einer Fersensporn Behandlung sein – Foto: © lenetsergey – depositphotos.com

Es kann zwar Teil der Operation sein, das knöcherne Gewebe abzutragen, meistens aber wird die Faszie an der Fußsohle teilweise eingekerbt. Der Nerv wird entlastet, zudem werden eventuell auch Nervenbahnen durchbrochen. Dieses Vorgehen findet allerdings nur bei sehr starken Entzündungsvorgängen im Zusammenhang mit einem Fersensporn Anwendung. Eine Fersensporn OP sollte wirklich nur das letzte Mittel sein, wenn keine andere Behandlungsform anschlägt, um die Fersensporn Problem zu lösen.

So lässt sich ein Fersensporn vorbeugen

Ein Fersensporn ist nur eine mögliche schmerzhafte Folgeerkrankung von Fußfehlstellungen. Deshalb sollten Fußfehlstellungen unbedingt möglichst frühzeitig unter orthopädischer Anleitung korrigiert werden. Selbst wenn Schmerzen an der Ferse noch nicht aufgetreten oder bereits einmal ohne Behandlung abgeklungen sind, bedeuten Fehlstellungen und Fehlhaltungen eine große Belastung für den Körper. Eine Zeit lang kann er Fehlstellungen ausgleichen. Früher oder später wird sich der Schmerz jedoch an einer Körperstelle Bahn brechen.

Wenn bereits Beschwerden vorliegen oder man zu den Personengruppen gehört, die ein höheres Risiko für die Entstehung eines Fersensporns haben, sollte man bei der Schuhwahl besondere Sorgfalt walten lassen. Gutes und gepolstertes Schuhwerk ist hier am besten geeignet. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Schuhe über eine Fersenstütze verfügen. Dies ist besonders wichtig, wenn Sportarten betrieben werden, die starke Belastungen der Ferse mit sich bringen – vor allem Laufsport.

Läufer gehören zu den gefährdeten Gruppen
Läufer gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen – Foto: © Salome – Fotolia.com

Für Läufer, die unter den beschriebenen Symptomen eines Fersensporns leiden, kann es eine Lösung sein, zunächst auf einen weichen Untergrund des Trainingsgeländes zu achten. Wer bisher hauptsächlich auf Asphalt und Beton gelaufen ist und dort Schmerzen hatte, kann möglicherweise auf Waldwegen beschwerdefrei weiterlaufen. Reicht diese Maßnahme nicht aus, empfiehlt es sich, vorübergehend oder auch dauerhaft auf andere Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen umzusteigen.

Möglicherweise hilft es auch Nordic Walking zu betreiben, da bei dieser Sportart weniger Gewicht auf den Füßen lastet. Generell sind diese schonenden Sportarten besser geeignet, einem Fersensporn vorzubeugen.

Dehnübungen zum Aufwärmen und nach der Sporteinheit sollten nicht nur bei Fersensporn eine Selbstverständlichkeit sein. Wer anfällig für die Symptome eines Fersensporns ist, sollte vor allem auf die konsequente Dehnung der Wadenmuskulatur achtgeben. Weiter oben im Text sind ein paar Übungen aufgeführt.

Wer unter Übergewicht leidet, sollte sein Gewicht möglichst reduzieren. Neben vielen weiteren gesundheitlichen Vorteilen entlastet dies auch die strapazierten Fersen und hilft, die Entstehung eines Fersensporns und somit Fersenschmerzen zu vermeiden.

Um einen Kalkaneussporn zu vermeiden, ist es wichtig, mehr Aufmerksamkeit auf die Füße zu richten als allgemein üblich. Eine unzureichende Schuhwahl, unkorrektes Gehen sowie das Ignorieren von Schmerzen und anderen Anzeichen können zu anhaltenden Fußproblemen, Fersenspornen und weiteren degenerativen Fußerkrankungen führen.

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